Motorradkleidung – Textilmaterialien Ratgeber
Tagebucheintrag
Selber fahre ich schon seit Jahren auf dem Motorrad nur noch dafür passenden Textil Klamotten. Nach einigen Jahren mit zwei verschiedenen Kombis, die ich als schwer und unbeweglich empfand, war die Textilkombi ein kleiner Segen. Zumal ich mir einbilde, daß man in diesen nicht nur schwerer ins Schwitzen kommt…sondern Sie auch besser bei Kälte schützen. Thermofutter oder entnehmbarer Innenbekleidung sei Dank! Zeit also, sich einige verschiedene Materialien anzuschauen und einen kleinen Ratgeber für Motorradkleidung zu schreiben:
Aramid:
Eine sehr leichte, dabei aber extrem reiß- und zugfeste, temperaturbeständige Polyamidfaser. Besitzt eine mit hohe Abriebfestigkeit und ist z.B. unter Kevlar und Nomex bekannt.
Air-Mesh
Kommt vor allem an Brust und Armen zum Einsatz. Dabei handelt es sich um eine atmungsaktive dreilagige Konstruktion, deren äußere Lagen aus Netzfutter bestehen und winddurchlässig sind. Die innere Lage bildet ein Drahtgeflecht und dient als Abstandshalter.
Cordura
Eine Polyamidfaser, die zuerst geschnitten und danach erneut miteinander versponnen wird, was eine höhere Abriebfestigkeit ermöglicht.
Denier
Ein für viele wohl eher unbekannter Name, der aber sehr häufig in seiner Abkürzung (D) zum Einsatz kommt und das Gewicht eines Garns in Gramm pro 9000 Meter Lauflänge angibt. Als Beispiel wiegen 9000 Meter Faser eines 500-D-Textilgewebes 500 Gramm. Mit steigender Grammzahl wird auch das Garn dicker und stabiler.
Polyamid (PA)
Eine der am häufigsten eingesetzten Materialien, ist diese doch abrieb- und reißfest, dabei langlebig, elastisch und leicht zu pflegen. Zur Herstellung von Polyamid werden die Ausgangsstoffe in Granulat umgewandelt und durch Lösen in einer Flüssigkeit (oder auch durch Erhitzen) in Spinnmasse verwandelt, die durch Spinndüsen gepresst wird um es anschließend weiterzuverarbeiten. Im Motorradbereich sind die bekanntesten Namen Aramid, Cordura, Duratec, Dynatec, Nylon oder auch Taslan.
Keprotec
Ein besonders hochwertiger Mix aus Polyamid und Kevlar, schützt vor allem an sturzgefährdeten Stellen wie den Kniekehlen, Lenden oder der Ellenbeuge.
Oxford-Nylon
Ein netzartiges und besonders dicht verwebtes Nylon, welches dadurch eine höhere Festigkeit besitzt.
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Bild: Dainese, Hersteller
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Tags: Motorradkleidung, Ratgeber, Tipps
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Markus
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